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Geschrieben von Mark Breuer   
Donnerstag, 15. März 2007

Haartransplantation - Methoden und Risiken

In Deutschland neigen 12-15 Millionen Menschen zur Glatzenbildung. Ungefähr 90 Prozent des Haarverlustes sind genetisch bedingt (Alopecia androgenetica). Schuld ist hierbei ein erhöhter Testosterongehalt im Körper, weshalb auch weitaus mehr Männer als Frauen betroffen sind. Erste Anzeichen zeigen sich schon ab dem 20. Lebensjahr in Form von Geheimratsecken. Weitere Ursachen für Haarlosigkeit sind z.B. frühere Unfälle oder Operationen, bei denen es zur Narbenbildung kam.
Bei der Haartransplantation, der risikoärmsten operativen Methode, die einen gesunden Haarkranz voraussetzt, wird der genetische Haarausfall nicht gestoppt, es findet lediglich eine Umverteilung der Haare statt. Die Methode der Eigenhaartransplantation ist die einzig Erfolg versprechende, da das Transplantieren von fremden oder künstlichen Haare beträchtliche Risiken beinhaltet.
Bei der Haartransplantation unterscheidet man zwischen der Spender- und Empfängerregion. Als Spenderregion eignen sich besonders die Haare des Hinterkopfs. Für die Operation, die meist ambulant und unter Lokalanästhesie stattfindet, gibt es zwei Möglichkeiten. Die am häufigsten durchgeführte Methode ist die Strip-Technik. Hierbei wird ein längliches Hautstück mit gesunden Haarwurzeln vom Hinterkopf entfernt. Diese Stelle wird später vernäht und fällt kaum auf. Der Hautstreifen wird zunächst in kleine Hautteile zerkleinert, den so genannten Grafts. Diese werden dann in die vorbereiteten Gebiete transplantiert.
Die zweite Möglichkeit ist die Entnahme einzelner Haarwurzelgruppen (Follicular Unit Extraction). Sie ist die modernste Methode, deren großer Vorteil es ist, dass auch Körperhaare transplantiert werden können. Hierbei werden Gruppen von bis zu vier Haaren aus der Spenderregion entnommen und in die Empfängerregion eingesetzt. Der Nachteil zu der Strip-Technik ist, dass weniger Haare transplantiert werden können, zudem ist das Risiko der Beschädigung gesunder Haarwurzeln größer. In der Regel werden die transplantierten Haare ohne Probleme von der Kopfhaut angenommen. Die Erfolgsrate liegt bei 95%, dennoch kann keine Garantie für ein optimales Ergebnis gegeben werden. Es gibt aber auch bei der Haartransplantation von Eigenhaar Risiken. Wundheilungsstörungen, Infektionen und Entzündungen sind genauso möglich wie ein absterben des Gewebes. Zudem kann es bei der Narbenbildung zu Schmerzen und kosmetischen Beeinträchtigungen kommen.
Ebenso möglich ist eine allergische Reaktion auf die Materialien und Substanzen, die während der Operation verwendet werden. Solange die Industrie kein wirksames Haarmittel entwickelt, welches den Haarausfall stoppt, bleibt die Haartransplantation die einzige Möglichkeit zur Behandlung.

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